Dortmund zu Fuß
Ortsgruppe des Fachverbandes Fußverkehr Deutschland FUSS e.V.

Planbefahrung: Nortkirchenstraße am Rombergpark

Im Jahr 2016 wurde zur Förderung des Autoverkehrs am Rombergpark die Nortkirchenstraße umgebaut. Wenn man sich den Plan anschaut, entdeckt man, dass Probleme wie die Führung des Radverkehrs durch die Aufstellfläche an Bushaltestellen erhalten bleiben.

Bildzitat aus Planunterladen der Stadt Dortmund mit Kennzeichnung der Radverkehrsführung durch die Haltestelle

Zudem lassen sich viele Probleme für den Radverkehr im Detail entdecken. Laut Plan wurden für die Radwege mal 1,10 m, mal 1,50 m, mal 1,60 m vorgesehen. Mit sinnvollen Breiten und den ERA hat das nichts zu tun.

Bildzitat aus Planunterladen der Stadt Dortmund – um 180° gedreht

Bildzitat aus Planunterladen der Stadt Dortmund – um 180° gedreht

Interessant ist auch ein Blick auf die Planung für die zentrale Kreuzung.

Bildzitat aus früheren Planunterladen der Stadt Dortmund

Bei drei Querungsrichtungen geht es direkt über die Kreuzung für den Radverkehr (grüne, gestrichelte Pfeile), einmal ist es wie in den 80er geplant (roter, gestrichelter Pfeil).

Bildzitat aus früheren Planunterladen der Stadt Dortmund

Auch bei der Kreuzung am anderen Ende des Planbereichs soll es weiterhin eine Zickzack-Führung des Radverkehrs geben.

Bildzitat aus Planunterladen der Stadt Dortmund

Bei allen Übergängen sieht die Planung vor, dass die Radfahrer*innen auf den nicht benutzungspflichtigen Radweg übergeleitet werden und die Markierung lässt keine Wahlfreiheit zu.

Bildzitat aus Planunterladen der Stadt Dortmund

Außerdem sieht die Planung eine Fahrtbeziehung für den Radverkehr nicht wirklich vor. Wenn man aus Richtung Westen kommend auf die den westlichen Geh- und Radweg an der B 54 Richtung City will mit dem Rad, kann man auf dem Schutzstreifen bleiben oder – wer sich das traut – auch auf die Linksabbiegerspur wechseln. Beides führt an ungewollte Stellen.

Bildzitat aus Planunterladen der Stadt Dortmund

Die sinnvolle Fahrtbeziehung sollte über den westlichen Geh- und Radweg der B 54-Zufahrt führen, damit man möglichst wenig die Fahrbahnen queren muss (dunkelgrüner, gestrichelter Pfeil). Wer entlang der B 54 in die andere Richtung fahren will, muss natürlich auf die andere Seite. Auf diese kommt man allerhöchstens mit Hakenschlagen (dunkelblauer, gestrichelter Pfeil). Richtung City müsste man dann aber zweimal zusätzlich rasende Autos queren. Die Lücke in beiden Fahrtbeziehungen ist mit einem Fragezeichen gekennzeichnet.

Bildzitat aus Planunterladen der Stadt Dortmund

Egal in welche Richtung man also auf dem Geh- und Radwe gentlang der B 54 will: Entweder landet man auf der Fahrbahn, auf der die Autos bergan Richtung B 54 beschleunigen, man ist also mitten in der Autobahnauffahrt, bzw. fährt am Abzweig vorbei oder man muss sich irgendwie riskant und/oder regelwidrig verhalten oder wird zum Fußgänger.